Glaubenssätze

Heute möchte dir gerne alles Wissenswerte zum Thema Glaubenssätze näherbringen.

Hast du dich nicht auch schon öfters gefragt, warum du bei manchen Sachen einfach keinen Erfolg hast? Oder du redest mit anderen Leuten und auf einmal geht es dir sehr schlecht, wegen irgendeiner belanglosen Aussage?

Dan wurdest du wahrscheinlich mit einem negativen Glaubenssatz konfrontiert.

Was sind denn Glaubenssätze überhaupt?

Glaubenssätze sind Überzeugungen, die fest in unserem Unterbewusstsein verankert sind. Viele dieser Glaubenssätze wurden uns schon in der Kindheit mitgegeben.

Aber leider gehören die wenigsten zu den Menschen, die ausschließlich positiv geprägt wurden.

Die Gedankenmuster von Eltern, Erziehern oder anderen Bezugspersonen haben den Charakter mit geformt. Wenn einem da nur negative Affirmationen vorgesprochen wurden, dann lebt man unbewusst mit dieser negativen Konditionierung.

Bis zum siebten Lebensjahr wird alles Erlebte und Erzählte nicht gefiltert!
Wahres und Unwahres kann noch nicht unterschieden werden, daher akzeptieren Kinder in diesem Alter alles als wahr, was ihnen suggeriert wird.

Welche Kategorien von Glaubenssätzen gibt es?

    • Bewusste Glaubenssätze
      Das sind meistens Sprüche, Redensarten oder Zitate wie zum Beispiel „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“.
    • Negative Gedanken in bestimmten Lebensbereichen
      Hast du zum Beispiel immer die gleichen Probleme oder Bereiche, in denen es einfach nicht gut läuft? Prüfe die Bereiche wie Beruf, Familie, Finanzen, Partnerschaft, Gesundheit, Freunde, Mitmenschen.
      Schreibe dir auch hier alles auf, was dir einfällt. Der erste Impuls ist meistens auch der Richtige.
    • Deine Gefühle weisen dir ebenfalls den Weg
      Falls du dich wegen irgendwelcher wiederkehrenden Gedanken häufig schlecht fühlst, solltest du einmal überprüfen welche Gedanken das sind. Dahinter können sich auch negative Glaubensmuster verstecken.

Wie sind Glaubenssätze denn formuliert?

Bei folgenden Beispiel-Sätzen handelt es sich um negative Glaubensmuster:

  • Du kannst / schaffst das nicht.
  • Frauen verdienen keinen Erfolg.
  • Ich bin zu alt / zu jung.
  • Ich bin nicht gut genug
  • Ich bin hässlich.
  • Ich bin zu dick / zu dünn.

Aber natürlich gibt es auch positive Glaubenssätze wie zum Beispiel:

  • Jeder Tag is ein Geschenk.
  • Es steht mir zu glücklich zu sein.
  • Alles ist gut.
  • Geld gibt mir viele Möglichkeiten.
  • Ich achte gut auf meinen Körper.
  • Ich bin es wert geliebt zu werden.

Warum prägen sich negative Glaubenssätze besser ein?

Das menschliche Gehirn hat die Veranlagung, nach Bestätigung seiner Denkweise zu suchen und dann diese Erwartung zu bestätigen. Das bedeutet dann auch, dass du im außen immer wieder die Bestätigung für diesen negativen Glaubenssatz suchst und natürlich auch bekommst, da alles eine Spiegelung (Resonanz-Gesetz) ist. Und da du immer wieder die Bestätigung im Außen erhält, verfestigt sich der Glaubenssatz dann durch unser Verhalten und die daraus entstandenen Erfahrungen.

  • Hier mal ein Beispiel dazu:

Denkst du also, du bist wertlos. Dann wirst du immer wieder auf Menschen treffen, die dir dieses Gefühl geben oder dich so behandeln, weil du dich unterbewusst so verhältst. Du machst dich kleiner als du bist und andere können auf dir herumtrampeln. Du kommst irgendwann an einen Punkt, an welchem du auch keine Selbstliebe spürst und ziehst dann evtl. sogar Partner in dein Leben, die dich wieder schlecht behandeln. Und du denkst vielleicht sogar noch, dass du es nicht besser verdienst.

Aber das muss nicht so sein! Wenn du negative Glaubenssätze erkennst, kannst du sie umkehren.
Du kannst also bei häufigem Üben die Datenautobahn in deinem Gehirn neu programmieren
und in eine positive Bahn lenken.

Wie können diese negativen Glaubenssätze aufgelöst werden?

  1. Glaubenssätze finden und erkennen

Zunächst musst du die negativen Glaubenssätze aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein holen. Werde dir deren bewusst. Du kannst die vorher beschriebenen Kategorien für dich durchgehen. Notiere dir dabei sofort völlig wertungsfrei den ersten Gedanken. Dieser erste Impuls ist meistens auch der richtige.

Prüfe dabei in jedem Lebensbereich (Beruf, Familie, Finanzen, Partnerschaft, Gesundheit, Freunde, Mitmenschen) ob dir limitierende Sätze oder Sprichwörter einfallen.

Schaue, wo es Wiederholungen in deinem Leben gibt. Fängst du zum Beispiel immer wieder neues an und hörst bei der ersten kleinen Schwierigkeit wieder auf? Mach dir diese negativen Verhaltensmuster bewusst.
Oder hörst du immer die Stimme eines Verwandten, der dir sagt „Das schaffst du nicht“, „Du bist zu blöd dafür“. Auch dies sind negative Glaubensmuster.

Es kann sich auch um Redewendungen handeln, die dir einfallen, wie zum Beispiel „Geld verdirbt den Charakter“.

Du kannst auch gerne Freunde um Hilfe bitten. Anderen fällt vielleicht auch eher auf das du beispielsweise immer wieder bestimmte Sätze sagst. Dies könnte ebenfalls ein negativer Glaubenssatz sein.

2. Glaubenssätze überprüfen

Lese dir am besten die notierten Glaubenssätze laut vor. Glaubenssätze, bei denen du dir denkst „so ein Blödsinn“ kannst du direkt von deiner Liste streichen. Diese sind für dich (nicht mehr) aktuell.

Positive Glaubenssätze wie „Ich bin es Wert geliebt zu werden“ kannst du selbstverständlich beibehalten.

  1. Glaubenssatz auflösen und ändern

Bei Glaubenssätzen, die nicht so tief verwurzelt sind, reicht es oft in das Gefühl hineinzuspüren, welches sie in dir auslösen, wenn du sie liest. Oft reicht dies schon aus, um sie aufzulösen.

Tiefer liegende Glaubenssätze lassen sich oft nicht einfach so auslöschen. Diese müssen ins positive umgekehrt werden.

Negative Glaubenssätze umkehren

Limitierende Glaubenssätze werden im nächsten Schritt umformuliert, um sie ins positive umzuwandeln. Hierbei können einige Fragen, die du dir dazu stellst, sehr hilfreich sein. Sie helfen zu erkennen, ob der Glaubenssatz begrenzend bzw. negativ ist.

Folgende Fragen können hilfreich sein:

Gibt es jemanden, mit dem gleichen Problem und dem es trotzdem gut geht?

Was genau heißt das für dich?

Wie fühlt sich dieser Gedanke an?

Wie kommst du auf diesen Gedanken?

Wobei hilft dir dieser Gedanke?

Wie möchtest du lieber über dich denken?

Neuen, positiven Glaubenssatz formulieren

Nimm nun diesen negativen Glaubenssatz und formuliere ihn zu einem positiven um. Denke daran, wie auch schon bei den Affirmationen, dass Wörter wie „Nicht“, „kein“, „nie“, „Frei von“, usw wegzulassen. Auch Glaubenssätze sollten positiv formuliert werden und der eigenen Wahrheit entsprechen. Wenn es sich für dich absolut unwahr anfühlt, dann solltest du die Wortwahl noch mal überdenken.

Mache zum Beispiel aus einem „Ich möchte nicht mehr dick sein“, ein „Ich erreiche mit Leichtigkeit und Spaß mein Wunsch-Gewicht“.

Kommen immer noch Gedanken wie Aber ich kann das nicht, weil…

Aufschreiben! Bearbeiten! Habe Geduld. Auch positive Gedanken müssen erst zur Gewohnheit gemacht werden. Gerade wenn du schon jahrelang einen negativen Glaubenssatz mit dir herumschleppst, dauert es seine Zeit, um die Datenbahnen im Gehirn neu zu verknüpfen. Gerade tiefsitzende Glaubenssätze benötigen oft einfach mehr Zeit, da sie sich erst nach und nach auflösen.

Aber wenn du es geschafft hast, wird sich dein Leben stark ändern. Du wirst wieder mehr Energie verspüren und dich viel befreiter fühlen.

Woran merkst du, dass du einen negativen Glaubenssatz aufgelöst hast?

    • Der Glaubenssatz triggert dich nicht mehr und löst keine negativen Emotionen mehr aus.
    • Du fühlst dich viel freier und hast mehr Energie zur Verfügung.
    • Du hast plötzlich Erfolg in dem Lebensbereich, auf den sich der Glaubenssatz bezogen hat.

Bei manchen Glaubenssätzen dauert es einfach länger, bis sie aufgelöst wurden, da sie tiefer verwurzelt sind. Wenn du nach einiger Zeit immer noch negativ reagierst, dann prüfe den Glaubenssatz erneut. Vielleicht hast du ihn auch nicht so formuliert, dass er sich für dich richtig anfühlt. Eventuell kannst du dann erst mal mit einer Art Zwischenzielen arbeiten.

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  1. Inneres Kind heilen: ,,Ich war schon immer so…” – Wie du endlich alte Glaubenssätze auflöst und wie entfesselt dein Glück selbst in die Hand nimmst („Mein neues Ich“, Band 2)
  1. Mit einem Satz das Leben ändern: Die Kraft der richtigen Glaubenssätze

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